Social Media Marketing

Immobilienmarketing auf Social Media: Was wirklich funktioniert

Eine Wohnung kauft niemand, weil er beim Scrollen eine Anzeige gesehen hat. Aber sehr viele Käufer und Anleger sehen dein Projekt zum ersten Mal genau dort. Zwischen diesem ersten Blick und der Unterschrift liegen Wochen, oft Monate. Gutes Immobilienmarketing auf Social Media sorgt dafür, dass in dieser Zeit niemand verloren geht.

Wir arbeiten regelmäßig mit Bauträgern, Projektentwicklern und Immobilienvertrieben. In diesem Artikel zeigen wir dir, was dabei wirklich funktioniert, woran es oft scheitert und wie drei unserer Projekte ganz unterschiedliche Aufgaben gelöst haben.

Warum Immobilien auf Social Media anders funktionieren

Ein Paar Sneaker kauft man spontan. Eine Eigentumswohnung oder eine Kapitalanlage nicht. Es geht um sehr viel Geld, um Vertrauen und oft um eine Entscheidung, die man mit Partner, Bank und Steuerberater bespricht. Deshalb reicht es nicht, „mehr Reichweite“ zu wollen.

Dazu kommt: Bei Immobilien gibt es selten nur eine Zielgruppe. Käufer, Kapitalanleger, Mieter, Nachbarschaft, Politik, Partner und künftige Mitarbeiter schauen alle auf dasselbe Projekt, aber mit ganz anderen Fragen. Wer allen dieselbe Anzeige zeigt, erreicht am Ende niemanden richtig.

Drei Ziele – und welches du zuerst brauchst

Bevor wir über Formate reden, klären wir mit jedem Kunden eine Frage: Was soll Social Media gerade leisten? Fast immer landen wir bei einem von drei Zielen.

  • Verstehen: Das Projekt ist neu, groß oder umstritten. Menschen müssen erst begreifen, was entsteht und warum.
  • Wollen: Das Projekt ist bekannt, aber noch nicht begehrt. Jetzt geht es um Bilder, Atmosphäre und Menschen, denen man vertraut.
  • Anfragen: Der Vertrieb braucht Gespräche. Jetzt zählen Anzeigen, kurze Formulare und schnelle Rückmeldungen.

Viele springen direkt zur dritten Stufe und wundern sich, warum die Leads teuer oder schlecht sind. Meistens fehlt dann eine der beiden Stufen davor.

Wenn ein Projekt erst erklärt werden muss: Oberbillwerder

Oberbillwerder ist ein neuer Stadtteil in Hamburg. Gemeinsam mit der Agentur Brandlovers haben wir das Social-Media-Konzept dafür entwickelt, mit zwei Zielen zugleich: Projektentwickler für den Stadtteil finden und die Hamburgerinnen und Hamburger verständlich über das Projekt informieren.

Unser Leitsatz war: aufklären statt werben. Wie erklärt man Themen, über die in der Stadt diskutiert wird, so verständlich wie möglich? Daraus sind Videos entstanden, von Gesprächen mit den Planerinnen und Planern bis zu Einblicken in die Nachbarschaft. Echte Menschen, echte Orte, keine Hochglanz-Versprechen.

Reel für Oberbillwerder: Eine Sprecherin erklärt das Projekt vor Ort
Erklären vor Ort
Reel für Oberbillwerder mit Lageplan des neuen Stadtteils
Der Plan, einfach erklärt
Reel für Oberbillwerder: Eine junge Frau spricht über die Herausforderungen
Ehrlich über Herausforderungen

Die ganze Referenz findest du unter Oberbillwerder.

Zeig das Projekt so, dass man einziehen will: Strenger Gruppe

Bei der Strenger Gruppe war die Aufgabe eine andere. Die Wohnungen sind da, jetzt sollen Menschen sie sich vorstellen können, ohne vor Ort zu sein. Wir produzieren dafür Fotos der Wohnungen, ein Walkthrough-Video als Rundgang und Interview-Reels mit dem Architekten Hadi Teherani.

Die Mischung ist kein Zufall. Fotos zeigen, wie es aussieht. Der Walkthrough zeigt, wie es sich anfühlt, durch die Räume zu gehen. Und das Interview beantwortet die Frage, die bei jeder Kaufentscheidung mitschwingt: Wer steht dahinter, und kann ich dem vertrauen?

Interview-Reel mit Architekt Hadi Teherani für die Strenger Gruppe
Interview mit Hadi Teherani
Offener Dachgeschoss-Raum mit Galerie in einer Wohnung der Strenger Gruppe
Immobilienfotografie
Reel der Strenger Gruppe mit Termin zur Beratung im Showroom
Reel mit Beratungstermin

Menschen kaufen keine Grundrisse. Sie kaufen das Gefühl, dort zu wohnen, und das Vertrauen in die Leute, die bauen.

Mehr Bilder und den Rundgang siehst du in der Referenz Strenger Gruppe.

Aus Aufmerksamkeit werden Anfragen: CD Immo Portfolio

Für CD Immo Portfolio ging es direkt um die dritte Stufe: Investor-Leads für den Vertrieb. Das Ergebnis nach drei Monaten: über 100 Leads, im Schnitt für rund 20 Euro pro Lead, mit einem einzigen Video.

100+Investor-Leads
≈ 20 €pro Lead
3Monate
1Video

Warum hat das funktioniert? Das Video baut erst Vertrauen auf und verkauft dann: ein echtes Gesicht, eine ruhige Ansprache, eine klare Botschaft. Und der Weg nach dem Klick ist kurz, mit wenigen Formularfeldern und einem persönlichen Gespräch danach. Die ganze Geschichte erzählen wir in Über 100 Investor-Leads mit einem einzigen Video.

Welcher Content in welche Projektphase passt

Ein Immobilienprojekt läuft über Jahre. Das ist für Social Media ein Vorteil, wenn man ihn nutzt. Jede Phase liefert eigenen Content, und wer früh anfängt, hat zum Vertriebsstart schon ein Publikum.

Besonders unterschätzt wird die Bauphase. Baustelle, Handwerker, das Team, das jeden Tag auf dem Gelände ist: Das ist echter Content, den kein Wettbewerber kopieren kann. Und er zeigt, dass es vorangeht, was für Käufer, die schon unterschrieben haben, genauso wichtig ist wie für neue Interessenten.

Fünf Fehler, die wir immer wieder sehen

  • Erst mit dem Vertriebsstart anfangen. Dann muss jede Aufmerksamkeit über Werbebudget gekauft werden.
  • Nur Renderings zeigen. Visualisierungen sind wichtig, aber ohne echte Menschen und Orte wirken sie austauschbar.
  • Allen dasselbe erzählen. Ein Kapitalanleger will Zahlen, eine Familie will den Spielplatz sehen.
  • Ein Formular wie ein Kreditantrag. Jedes zusätzliche Feld kostet Anfragen. Die Details klärt das Gespräch.
  • Leads liegen lassen. Die beste Kampagne bringt nichts, wenn erst nach einer Woche jemand zurückruft.

Häufige Fragen

Welche Plattform ist für Immobilienmarketing die richtige?

Für Käufer und Kapitalanleger arbeiten wir meistens mit Instagram und Facebook, weil sich dort Video-Content und Anzeigen mit Formular gut verbinden lassen. Für Partner, Investoren und B2B-Themen kommt LinkedIn dazu. Entscheidend ist nicht die Plattform, sondern ob deine Zielgruppe dort unterwegs ist.

Was kostet ein Lead im Immobilienbereich?

Das hängt stark von Zielgruppe, Region und Angebot ab. In unserer Kampagne für CD Immo Portfolio lag der Schnitt bei rund 20 Euro pro Investor-Lead, mit einem einzigen Video über drei Monate. Eine seriöse Zahl für dein Projekt nennen wir dir erst nach einem Blick auf Angebot und Zielgruppe.

Wann sollte man mit Social Media für ein Bauprojekt anfangen?

So früh wie möglich, idealerweise schon in der Planungsphase. Wer erst mit dem Vertriebsstart sichtbar wird, muss Aufmerksamkeit komplett über Werbebudget einkaufen. Wer vorher schon Vertrauen aufgebaut hat, startet mit einem Publikum, das das Projekt bereits kennt.

Braucht man fertige Wohnungen, um guten Content zu machen?

Nein. Vor der Fertigstellung funktionieren Lage, Menschen, Architektur und der Baufortschritt. Fotos und Walkthroughs der fertigen Wohnungen kommen dazu, sobald es sie gibt, so wie bei der Strenger Gruppe.

Fazit

Social Media verkauft keine Wohnung. Aber es entscheidet mit, wer überhaupt anfragt, mit welchem Gefühl jemand ins erste Gespräch geht und wie viel Budget du am Ende für jeden Kontakt ausgibst. Kläre zuerst das Ziel, plane den Content entlang der Projektphasen und mach den Weg zur Anfrage so kurz wie möglich.

Du planst ein Projekt oder suchst Leads für deinen Vertrieb? Schau dir unsere Leistungen für Leads für Immo-Vertriebler und Performance Ads an, oder schreib uns direkt. Wir sagen dir ehrlich, was für dein Projekt sinnvoll ist.

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